
Die MARONIS |
Die MARONI – Energiespender für Körper und Geist
Einst galten sie als Armeleute-Speise, heute sind die „heißen MARONI“, die in der kalten Jahreszeit Hände und Laune wärmen, nicht mehr wegzudenken.
Bevor die Erdäpfel aus Südamerika nach Europa gebracht wurden, galten MARONI in den Mittelmeergebieten als unentbehrliches Grundnahrungsmittel der ärmeren Bevölkerung. Die dunkelbraunen, bauchigen Früchte wurden in vielfältiger Weise verarbeitet: Sei es zu Suppe, Fleisch, Mehl oder Kuchen – die MARONI dienten als stärkende Nahrung. Und das nicht ohne Grund. MARONI sind sehr nahrhaft und weisen einen hohen Anteil an Stärke auf. So wurden sie auch Tieren als Kraft- und Mastfutter verfüttert.
Erst der Erdapfel, der einfacher anzubauen, zu ernten und zu verarbeiten war, verdrängte die MARONI als Grundnahrungsmittel. |
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Seit einigen Tagen haben die Maronibrater wieder ihren fixen Platz auf unseren Straßen eingenommen. Eine Portion Maroni wärmt an kalten Herbst- und Wintertagen so richtig auf. Aber kaum einer weiß, dass Maroni auch eine Menge Mineralstoffe und Vitamine enthalten und daher gut für die Gesundheit sind.
In wärmeren Regionen galten die stärkereichen Esskastanien früher als Grundnahrungsmittel, mit deren Mehl z.B. Brot gebacken wurde. Später wurden sie dann mehr und mehr durch den Kartoffelanbau abgelöst und vom Speiseplan verdrängt. Heute spielt die Maroni in unserer Ernährung eine untergeordnete Rolle und wird eher als Genussmittel in der kalten Jahreszeit geschätzt.
Harte Schale - gesunder Kern
Maroni sind eigentlich sehr nahrhaft: sie enthalten über 40 Prozent Kohlenhydrate, knapp drei Prozent Eiweiß und knapp zwei Prozent Fett. Dennoch haben sie viel weniger Kalorien als andere Nüsse. Der Kaloriengehalt liegt im Durchschnitt bei etwa 200 kcal pro 100g. Zusätzlich enthalten Maroni viel Kalium und Magnesium, Vitamin B1, B2, B6, C, E und Folsäure.
Lagerung und Zubereitung
Sie sehen zwar aus, als könnten sie längere Zeit gelagert werden. Tatsächlich sollten Maroni aber einige Tage nach dem Einkauf in den Kochtopf oder ins Backrohr wandern. Zum Kochen oder Rösten im Backofen wird die Schale kreuzweise eingeschnitten. Dies ist ganz wichtig, sonst explodieren die Maroni. Nach dem Einschneiden der Schale 10 bis 20 Minuten in kochendem Wasser garen oder bei 275 bis 300 Grad im Backofen rösten, bis sich die Schale von der Frucht löst. Dies dauert in etwa 20 Minuten. Tipp: Stellen Sie gleichzeitig mit den Maroni einen Behälter mit Wasser ins Backrohr, dann trocknen die Früchte nicht aus. Guten Appetit!
Maroni - Energiespender von der Straßenecke
Winterzeit ist Maronizeit - und die sind gesund
Esskastanien sind die Früchte, genauer die Nussfrüchte der Europäischen Kastanie (bot.: Castanea sativa). Die bis zu 30 Meter hoch wachsenden Esskastanienbäume tragen breit auslaufende Kronen. Ihre Früchte werden in der Regel Ende September Anfang Oktober reif. Sie wachsen anfangs in einer geschlossenen lederartigen Fruchthülle, die dicht mit langen, dünnen Stacheln besetzt ist. Sobald die Früchte reif sind springten die stachelige Hüllen unregelmäßig auf und fallen vom Baum. Jede Fruchthülle enthält eine rundliche und zwei, manchmal auch drei seitlich abgeflachte Nüsse. Die Nüsse besitzen am Griffelende eine kurze, pinselartig behaarte Spitze und am Boden eine so genannte Narbe. Die Schalen der Nüsse haben eine braune bis rotbraune Färbung und eine holzig-ledrige bis spröde Beschaffenheit. Beim Rösten platzt die Schale unregelmäßig auf. Unter der Schale befindet sich die Samenhaut, die den weiß bis gelbweiß gefärbten Keimling, das Fruchtfleisch umgibt.
Die Esskastanie wird auch als Edelkastanie oder einfach nur als Kastanie bezeichnet. Darüber hinaus gibt es die in der Pfalz übliche, regionale Bezeichnung Keschte mit unterschiedlichen Schreibweisen. Esskastanien sind nicht mit der Rosskastanie (bot.: Aesculus hippocastanum) verwandt. Die Früchte der Rosskastanie sind ungenießbar. Obwohl Kastanien streng genommen zu den Früchten zählen, werden sie mitunter auch als Wildgemüse bezeichnet.
Kastanienarten
Es gibt 13 Castanea-Arten von denen nur vier eine größere wirtschaftliche Bedeutung zukommen:
- Amerikanische Kastanie (bot.: Castanea dentata)
- Chinesische Kastanie (bot.: Castanea mollissima)
- Europäischen Kastanie (bot.: Castanea sativa)
- Japanische Kastanie (bot.: Castanea crenata)
Die Europäische Kastanie stammt ursprünglich aus dem Schwazmeergebiet in Kleinasien. Sie wird hauptsächlich in der Türkei, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland angebaut. Wild wachsende Kastanien sind aber europaweit in den wärmeren Gebieten zu finden. In Deutschland wachsen Kastanien in der Pfalz, am Boodensee, im Rhein-Main-Neckar Gebiet und in geschützten Lagen Norddeutschlands. Der weltweit größte Produzent von Kastanien ist China, gefolgt von Südkorea, der Türkei und Italien.
Kastanientypen
In der Praxis werden Esskastanien in die Typen Kastanien, Maronen und Dauermaronen unterteilt.
Kastanientyp: Kastanien, fr.: châtaignes
Die Form von Kastanien ist rund und einseitig abgeflacht. Sie haben einen spitzen Scheitel und eine große, meist ovale Narbe. Ihre Schale ist überwiegend dunkelbraun. Die Haut des Keimlings lässt sich nur verhältnismäßig schwer anziehen. Der Keimling ist oft start eingekerbt oder von einer Haut durchzogen, man spricht hier auch von der Segmentierung. Kastanien sind also stark (über 12 %) segmentiert. Der Geschmack von Kastanien ist nicht so gut wie der von Maronen. Zudem sind Kastanien nicht so lange haltbar wie Maronen und müssen relativ rasch verzehrt werden. Reife Kastanien fallen von selbst ab Ende September bis Mitte Oktober vom Baum.
Kastanientyp: Maronen, fr.: marrons
Die Form von Maronen ist ei- bis herzförmig. Sie haben einen flachen Scheitel. Die Narbe ist kleiner als bei Kastanien und hat eine drei- bis rechteckige Form. Die rotbraune bis braune Schale ist heller und glänzender als die der Kastanien und ist von dunklen Streifen durchzogen. Die Haut die den Keimling umgibt löst sich verhältnismäßig leicht ab. Das Fleisch des Maronenkeimlings ist nicht so stark segmentiert wie das der Kastanien. Maronen haben eine, im Querschnitt unter 12 % starke Segmentierung, so jedenfalls wird die Einteilung in Frankreich bestimmt. Reife Maronen fallen ab Ende September bis Mitte Oktober von selbst vom Baum.
Kastanientyp: Dauermaronen
Dauermaronen gleichen den Maronen, sie bleiben lediglich länger am Baum hängen und müssen von Hand gepflückt werden. Die Erntezeit für Dauermaronen beginnt meist Ende November und geht bis in den Dezember hinein. Dauermaronen sind länger haltbar als Maronen.
Esskastanien: Inhaltsstoffe
Geschälte Esskastanien, also der Keimling der Esskastanie besteht überwiegend aus Stärke , Zucker, (Saccrose), Eiweiß, Öl, Mineralstoffe und Vitamine der Gruppe Bund Vitamine C. Kastanien enthalten keine Gluten. Darum eingen sie sich zum Verzehr für Menschen, die an Zöliakie leiden. Der Anteil an Öl (1,9 g Fett pro 100 g Kastanien) ist im Vergleich mit anderen Nussarten verheältnismäßig gering.
Esskastanien: Verwendung
Kastanien werden hauptsächlich als Füllung oder Beilage für Gänse, Puten, Wildgemüse oder herbstliche Fleischgerichte verwendet. Dazu wird die Schale der Maronen kreuzweise eingeschnitten. Die Maronen kommen dann für 10 Minuten in den Backofen bei etwa 200° C oder werden in sprudelnd kochendem Wasser gegart. Danach kann die Schale und die Haut, die den Keimling umgibt entfernt werden. Beim Kochen und Rösten verzuckert die Stärke der Maronen, es entwickelt sich ein angenehm süßer und nussartiger Geschmack.
Beim Kochen entwickelt sich der feine Geschmack der Maronen nicht so sehr wie beim Rösten. Dafür lässt sich die Schale und das Keimlingshäutchen viel leichter entfernen. Um in den Vorteil beider Garverfahren zu gelangen empfiehlt es sich diese zu kombinieren. Dazu Maronen zuerst im Ofen rösten und anschließend für einige Minuten In Salzwasser kochen. Die Maronen heiß servieren und dazu separat Butter und Salz reichen. Frisch geröstete, heiße Maroni werden überwiegend an kalten Wintertagen und auf Weihnachtsmärkten auf den Straßen verkauft.
Kastanien, das Brot vom Baum
In südlichen Ländern waren und sind Kastanien ein Hauptnahrungsmittel, insbesondere für die ärmere Bevölkerung. Hier wird Kastnienmehl hergestellt, die Grundlage für die Zubereitung von Kastanienbrot und Kastanienkuchen. Kastanienmehl und Kastanienflocken werden hauptsächlich in der Italienischen, Schweizer und Korsischen Küche verwendet.
Süßspeisen aus Kastanien
In Deutschland sind die Kastaniencreme und das Kastanieneis die bekanntesten Süßspeisen aus Maronen. Grundlage dafür ist das, ursprünglich aus Ungarn stammende Maronenpürre. In Österreich ist Kastanienpüree unter der Bezeichnung Kastanienreis bekannt. Im Italien, Piemont stellt man aus Maronen- und Kartoffelmehl Gnocchi her, die sehr nahrhaft und nachhaltig sättigend sind. Im Piemont ist auch eine Marmeladencreme aus Honih und gesüßter Maronipaste sehr beliebt. Darüber hianus wird in Korsika seit 1996 in Furiani Pietra , ein Bier aus grob gemahlenen Kastanien, Malz und dem Wasser der Acqua-Bianca-Quelle gebraut.

Wir hoffen Sie werden ein Maronifan !!
MARONEN SIND LECKER UND GESUND
